SF-Fantasy.de - Kino-Tipp: Passengers
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Originaltitel:   Passengers

bestelbar bei Amazon
Land:   USA 2016
Länge:   111 Min.
Genre:   Science Fiction Abenteuer Romance
dt. Kinostart:
DVD-Veröffentlichung:
  05.01.2017
05.07.2017
Regie:   Morten Tyldum
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Darsteller:   Jennifer Lawrence ... Aurora Lane
Chris Pratt ... James Preston
Michael Sheen ... Arthur
Laurence Fishburne ... Gus Mancuso
    #Passengers

FSK ab 12 Jahren

Aurora und Jim, zwei Passagiere an Bord des Langstreckenraumschiffes Avalon erwachen zu früh aus ihren Schlafkammern. 90 Jahre zu früh! Auf der Suche nach dem Warum, kommen sie sich näher und entdecken den wahren Grund der Fehlfunktion ...



Jim Preston und Aurora und 5000 andere Passagiere sind unterwegs mit der Avalon, um 120 Jahre in der Zukunft auf dem weit entfernten Planeten Homestead II eine neue Zukunft zu beginnen.
Doch die beiden erwachen 30 Jahre nach Beginn der Reise aus dem Hyperschlaf, was zumindest zum Teil an einer durch einen Asteroiden-Einschlag, gleich zu Beginn des Films, verursachten Fehlfunktion liegt.
Während sich die beiden mit dem Schicksal arrangieren, die kommenden 90 Jahre allein auf dem Schiff verbringen zu müssen, gibt es zunächst unbemerkt, weitere Ausfälle an der Avalon, die die gesamte Besatzung des Raumschiffes in Gefahr bringen wird. Doch die beiden sind nicht in der Position Einfluss auf die administrative Seite des Schiffes zu nehmen. Zudem kommt die unausgesprochene Wahrheit immer ans Licht. Trotzdem müssen beide zusammen arbeiten, um sich und alles Leben an Bord zu schützen …

Soweit zur kurzen Inhaltsangabe, für die die sich nicht all zu sehr spoilen lassen wollen. Für die, denen es egal ist, gehe ich weiter unten nach einer Spoiler-Warnung noch sehr viel genauer auf die Handlung ein, um meine Meinung zum Thema der speziellen Gewalt in diesem Film noch zu erläutern.
Ich bin mit der Voraussetzung in den Film gegangen, dass es sich um einen harten Science Fiction Film dreht. Aber das ist er eigentlich nicht. Weil er sich eigentlich etwas schwer tut mit der Einsortierung. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, sei jedem selbst überlassen. Die Handlung spielt in einem Science Fiction Setting und hat auch ohne Frage Science Fiction Elemente. Für Science Fiction ist aber definitiv zu wenig Science enthalten. Auch wenn Chris Pratt und Jennifer Lawrence in der dazugehörigen Presskonferenz das Gegenteil behaupten und gerade von den großartigen Special Effekten im Weltraum schwärmen, es sind zu viele kleine technische Fehler drin, die den SF-Fans und Nerds sicher auch gleich ins Auge fallen. Wo wir gerade bei Auge sind: im Weltall kullern keine Tränen, da kann die Aussicht noch so spektakulär und überwältigend sein!
Und die Optik des Films ist definitiv spektakulär. Tolle Weltallaufnahmen und Außenaufnahmen des Raumschiffs dürfte Science Fiction Fans schon erfreuen und gehören auch zu den SF-Elementen des Films.
Doch im Mittelpunkt der Handlung stehen definitiv Aurora und Jim und ihre Beziehung zueinander. Zwei Personen, die im wahren Leben sich vermutlich nie begegnet wären. Es geht um moralische Grundsätze und wie man das Beste aus seinem Leben machen kann, egal wie die Umstände sind.
Nebenbei gibt es auch jede Menge witziger Szenen und Dialoge und natürlich auch rasante Action. Im Weltraum! Die ist allerdings an vielen Stellen schon ziemlich übertrieben und oft auch nicht sehr glaubwürdig. Aber irgendwie muss man ja zum geplanten Ende kommen, das wiederum überraschend unspektakulär und unkitschig ist!
Trotz seiner vielen kleinen Schwächen, fand ich den Film ganz unterhaltsam und bei weitem nicht so schlecht, wie es durch die amerikanischen Medien ging. Keine Oscar-Leistung aber ganz hübsch anzusehende Kino-Abend-Unterhaltung, in der mir Chris Pratt aber deutlich besser gefallen hat als Jennifer Lawrence.
Also am besten selbst anschauen und mitdiskutieren! :)
Kirstin



>>> Link zur Pressekonferenz zu Passengers

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SPOILERWARNUNG! Hier nicht weiter scrollen, wenn nicht zu viele Infos über den Film erwünscht sind:

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Ein Hauptkritikpunkt, den ich in amerikanischen Reviews gelesen habe, war die Verherrlichung der Rape-Kultur, da Jim es war, der Aurora aus dem Hyperschlaf geholt hat und sie zu einem romantischen Verhältnis inklusive Sex bringt.
Das ist etwas, das ich in dem Film aber überhaupt nicht gesehen habe. Ohne Zweifel, war es moralisch nicht korrekt, was der männliche Protagonist hier gemacht hat. Dessen war er sich auch bewusst und der Zuschauer sollte es sich auch sein. Deshalb wurde das auch thematisiert. Ob ein Jahr ohne menschliche Kontakte lange genug ist, so eine Entscheidung zu treffen, kann keiner von uns beantworten. Schließlich war noch niemand in der Situation und kann deshalb auch nicht beurteilen, wie er selber gehandelt hätte. Man möchte sich diese Situation auch gar nicht vorstellen. Und es hätte ja auch anders herum sein können und Aurora wäre zuerst aufgewacht und hätte Jim aus dem Schlaf geholt. Doch das wäre dann auch wieder ein Ansatz zur Kritik gewesen, weil die schwache Frau es alleine nicht schafft. Er hat es nun einmal aber getan, aus rein egoistischen Gründen. Und weil im Laufe des Films auch herausgekommen wäre, dass er alleine es nicht geschafft hätte, das Schiff zu retten. Wo wir zum nächsten Diskussionspunkt des Films kommen. Da es verschieden Berechtigungsformen auf dem Schiff gibt, kommen Jim (Handwerker, Basisversorgung) und Aurora (Kind reicher Eltern, Luxus-Level) nicht in alle Bereiche des Schiffs. Der Kommando-Bereich bleibt ihnen verschlossen. Aus diesem Grund wird ein weiterer Mensch in die Handlung eingebracht. Gus Mancuso, gespielt von Laurence Fishburne, erwacht ebenfalls. Er hat Kommando-Befugnis und eröffnet den beiden den Weg zur Rettung des Schiffs. Doch er hat 2 Fehler, er ist schwarz und stirbt kurze Zeit später wieder einen überflüssigen Tod, weil der Autor wohl nicht so genau wusste, wo er ihn in der weiteren Handlung lassen sollte. Deshalb wird dem Film nun auch noch neben Antifemminismus, unterschwelliger Rassismus vorgeworfen. Dabei hätte man das ganze doch auch positiv sehen können, ein schwarzer in der Kommandoebene des Schiffs. Da wir ansonsten nicht viel von den Passagieren und Reisenden sehen, zeigt das doch zumindest, dass es nicht nur weiße auf dem Schiff gibt. Von der erzählerischen Sicht hätte man sicher einen anderen Weg finden können, dass Aurora und Jim Zugang zur Brücke bekommen.
Zurück zu Aurora. Die angeblich keine andere Wahl in dem Film hat als ein Stockholm-Syndrom zu entwickeln, da sie nicht weg kann von ihrer gegebenen Situation. Doch sie kann! Es gibt einen Scheideweg in der Handlung des Film, an dem sie zurück in den Hyperschlaf könnte. Perfekt, um ihr eigentlich geplantes Leben weiter zu leben. Aber sie entscheidet sich dagegen. Nicht nur, weil sie mit ihrem 'Erwecker' Chris Pratt glücklich bis an ihr Lebensende leben will, sondern aus einem ganz eigenen Grund, der gar nichts mit Chris zu tun hat.
Was mich jedoch am meisten an der Diskussion erschreckt hat, war die Tatsache, dass so viele Menschen in den Sozialen Medien, Facebook und Co., die den Film noch gar nicht gesehen haben konnten, auf diesen Zug aufgesprungen sind.
Ich hätte tatsächlich eher gedacht, dass die Kritiken eher aus der technischen Ecke kommen. So kann man sich irren ...

Kirstin


Offizielle Homepage:   http://www.passengers-film.de/
Facebook:   http://www.facebook.com/PassengersDerFilm/
Verleih:   Sony Pictures Releasing GmbH
 
UF-O-Meter:         
© 2016 Sony Pictures Releasing GmbH



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